Blitzer und Radarfallen dienen der Verkehrssicherheit
Radarfallen und Blitzgeräte
Geschwindigkeitskontrollen. Es dürfte nur wenige Reizworte geben, mit denen sich
immer wieder derart emotionale Ausbrüche provozieren lassen wie mit diesem.
Nicht selten bekommt man dann Worte wie den grammatikalischen Supergau "Abzocke"
zu hören. Offensichtlich wünschen sich viele leidenschaftliche Autofahrer eine
baldmögliche Abschaffung dieses Ärgernisses. Schnell kommt das große Wort
"Freiheit" zur Anwendung. Wer möchte da schon hören, dass die überwachten
Höchstgeschwindigkeitsregelungen überhaupt erst im Zuge der Demokratisierung
entstanden sind?
Natürlich kannten schon die antiken Großreiche Verkehrsregeln. Doch diese
bestimmten meist nur, auf welchen Straßen gefahren werden durfte. Solange feste
Hierarchien bestanden, hatte ohnehin der Höherrangige die Vorfahrt. Es wäre im
Mittelalter undenkbar gewesen, einem Fürsten vorzuschreiben, wie schnell seine
Kutsche fahren durfte - ganz gleich, inwieweit einfache Passanten in
Mitleidenschaft gezogen wurden. Erst als die Idee der Gleichheit aller Bürger in
Europa Fuß zu fassen begann, mussten für alle gleichermaßen verbindliche Regeln
geschaffen werden. Seit dem frühen 19. Jahrhundert wurde allzu schnelles Fahren
(womöglich in engen Straßen) schwer geahndet. Mit Aufkommen des
Automobilverkehrs wurde es sinnvoll, einen konkreten Zahlenwert als
Geschwindigkeitsbegrenzung festzulegen. Diese Zahlen stiegen im Laufe der
Jahrzehnte. weiter