Blitzer und Radarfallen dienen der Verkehrssicherheit


Die einzige Kontrollmöglichkeit blieb für lange Zeit das - im günstigsten Fall gut geschulte - Augenmaß der Verkehrspolizisten. Die Gefahr des Irrtums oder einer böswilligen Willkürentscheidung ließ sich nicht ausschließen. Bis zum 15. Februar 1959 sollte es so bleiben.
An jenem Wintertag wurde in Nordrhein-Westfalen ein seltsames großes Gerät am Rande einer Straße platziert. Wer zu schnell daran vorbeigefahren war, wurde kurz darauf für damalige Verhältnisse verblüffend exakt über das Maß der Geschwindigkeitsübertretung informiert - und zur Kasse gebeten. Wie war das möglich? Die Techniker hatten einen (vom Militär schon länger genutzten) Effekt zur Anwendung gebracht, den der Mathematiker Christian Doppler mehr als einhundert Jahre zuvor errechnet hatte: Sendet man Wellen in einer konstanten Frequenz aus, so werden sie von unbewegten Objekten in der selben Frequenz zurückgeworfen. Bewegt sich das Objekt jedoch auf das Messgerät zu, so wird jede einzelne Welle dementsprechend zeitiger zurückgeworfen, wodurch sich die Frequenz dieser Wellen erhöht. Das Gerät muss aus der gemessenen Frequenz nur noch die Geschwindigkeit des Objektes errechnen. Erste Tests hatten bereits am 21. Januar 1957 in Düsseldorf stattgefunden. weiter
 

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