Radarfallen und Blitzer dienen der Verkehrssicherheit
Für lange Zeit blieb es dem Geschmack der Polizisten
überlassen, ob sie die Messung per Foto dokumentierten oder lieber die Daten per
Funk an Kollegen übermittelten, die dann das Fahrzeug stoppten. Erst nach und
nach gewann die rein technische Lösung die Oberhand.
In ihren Anfangsjahren hatte die Radarfalle einen entscheidenden Nachteil: Man
konnte sie auch aus größerer Entfernung gut sehen. Und so musste diese Methode
um Alternativen ergänzt werden. Ab 1960 waren oft Autos mit großen Tachometern
auf der Motorhaube unterwegs. Eine Kamera fotografierte zugleich das
vorausfahrende Fahrzeug und die Anzeige des Tachometers. Der Verkehrssicherheit
war diese Vorgehensweise nicht immer zuträglich, denn die Kontrolleure mussten
auch erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen mitvollziehen.
In den späten Siebzigern gelang es endlich, die Geräte klein genug zu bauen, um
sie direkt am Auto anbringen zu können. In die Kritik geriet die Methode, als
bekannt wurde, dass bei nicht fachgerechter Installation erhebliche Messfehler
auftreten konnten. Dem wurde mit Dienstvorschriften entgegengetreten, wonach die
Einstellung der Radarfalle genau zu dokumentieren war. Zudem mussten die
Messergebnisse um einen festgelegten Toleranzwert reduziert werden. Das hinderte
wütende Verkehrsteilnehmer natürlich nicht an - nicht selten bewaffneten -
Übergriffen gegen die verhassten Blechkästen. weiter